Bauen und Wohnen Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Innenwand

Innenwand

Innenwände im Wohnungsbau müssen die unterschiedlichsten Aufgaben erfüllen:

  • Sie dienen der Raumaufteilung,
  • der teilweisen Abtragung von Lasten,
  • dem Brand- und Schallschutz,
  • dem Wärmeschutz, wenn sie unterschiedlich temperierte Bereiche trennen (Wohnraum / Treppenraum),
  • dem Raumklima, indem sie Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben,
  • der Wärmespeicherung, besonders bei Gebäuden und Gebäudeteilen (z.B. Dachstühle) mit hochwärmegedämmten, aber leichten Außenwänden.

Am häufigsten werden Innenwände in der Ständerwerksbauweise errichtet, wobei die Hohlräume meistens mit Dämmmaterial gefüllt werden. Um die inneren Speichermassen eines Holzhauses in Ständerbauwerksweise zu erhöhen, können die Hohlräume der Innenwände z.B. auch mit Lehmstapelsteinen gefüllt werden. Derartig ausgeführte Innenwände dämpfen z.B. Temperaturspitzen im Sommer.

Neubau

Die Ständerwerkswand stellt eine preisgünstige Art dar, eine Innenwand zu errichten. Mit den vielen Möglichkeiten der Bekleidung lässt sie sich in jedes Umfeld problemlos einpassen. Für einen guten Schallschutz einer Holzständerwerkswand ist folgendes zu beachten:

  • Entkopplung der Verbindung zwischen den Wandverkleidungen durch Vergrößerung des Ständerabstands,
  • Befestigung der Verkleidung auf den Ständern über Dämmstreifen oder
  •  Einsatz von Doppelständern
  • Wahl biegeweicher, möglichst schwerer Beplankungen, die auch mehrlagig aufgebracht werden können
  • komplette Füllung des Hohlraums mit Dämmmaterial

Holzständer-Trennwand

DickeBaustoff
A12,5Gipsfaser oder Lehmbauplatte
B100,0Konstruktionsvollholz (KVH), (z.B. 50/100 oder 60/160)
C100,0Naturdämmstoff (z.B. Zellulose, Flachs, Hanf, Holzfaser)
Calternativ zur Erhöhung der Speichermassen, Hohlräume mit Lehmstapelsteinen gefüllt (verputzt od. unverputzt)
D12,5Gipsfaser oder Lehmbauplatte

(Maße in mm)

Altbau

Gerade im Altbau genügen Innenwände, auch Wohnungstrennwände, vielfach nicht den heute üblichen Schallschutzansprüchen. Abhilfe bieten z.B.:

  • Vorsatzschalen mit Schwinghölzern (Holzlatten mit fest daran verbundenen Kokos-streifen), einem mattenförmigen Dämmstoff zwischen den Latten und der abschließenden Beplankung zum Raum
  • alternativ würde sich auch eine komplett neue Wand (vor die bestehende Wand gestellt) aus einer hölzernen Ständerwerkskonstruktion ohne direkte Anbindung an die vorhandene alte Wand anbieten

Fachwerkinnenwand (Erhöhung Schallschutz)

DickeBaustoff
A12,5Gipsfaser oder Lehmbauplatte
B100,0Schwinghölzer mit daran fest verbundenen Kokos-Streifen (Schallschutzverbesserung)
C100,0Naturdämmstoff (z.B. Zellulose, Flachs, Hanf, Holzfaser - WLG 0,04 W/m*K)
Calternativ zur Erhöhung der Speichermassen, Hohlräume mit Lehmstapelsteinen gefüllt (verputzt od. unverputzt)
D120,0vorhandene Fachwerkwand
E15,0Lehmputz

(Maße in mm)

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