Bauen und Wohnen Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Projekte - Details

Verbundvorhaben: Untersuchungen zur Optimierung und Standardisierung von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen; Teilvorhaben 1: Schimmelpilzresistente und emissionsarme Bauprodukte aus nachwachsenden Rohstoffen

Anschrift
Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP)
Nobelstr. 12
70569 Stuttgart
Kontakt
Dr. Klaus Breuer
Tel: +49 8024 643-33
E-Mail: breuer@hoki.ibp.fhg.de
FKZ
22013802
Anfang
01.06.2004
Ende
31.05.2007
Ergebnisdarstellung
Ziele der chemischen Untersuchungen waren die Gewinnung von Daten hinsichtlich der möglichen Freisetzung organischer Stoffe in die Innenraumluft und die Bewertung der Emissionen an flüchtigen organischen Stoffen anhand des aktuellen AgBB-Schemas. Die gewonnenen Ergebnisse der chemischen Untersuchungen sind geeignet, etwaigen Optimierungsbedarf und Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Ziele der geruchlichen Untersuchungen waren die Gewinnung von Daten hinsichtlich einer möglichen Geruchsbeeinträchtigung in Innenräumen durch Freisetzung geruchsaktiver Stoffe und die Identifikation der maßgeblich geruchsaktiven Stoffe. Hierbei konnte festgestellt werden, dass die Produkte insgesamt relativ geruchsarm sind und selbst die am intensivsten riechenden Dämmstoffe nur wenige Geruchsstoffe enthalten. Bedenken hinsichtlich einer Geruchsbelastung durch den Einbau von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen kann aufgrund der gefundenen Ergebnisse fundiert entgegengetreten werden. Ziele der mikrobiologischen Untersuchung waren die Ermittlung der mikrobiellen Beständigkeit der Dämmstoffe, eine Abschätzung der Schadenstoleranz hinsichtlich mikrobiellen Befalls sowie eine Gruppierung der Dämmstoffe in Schadenstoleranzbereiche. Durch die gewonnenen Ergebnisse können die untersuchten Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen hinsichtlich ihres Resistenzprofiles definiert und mit anderen Produkten verglichen werden. Dadurch können diese Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen besser vermarktet werden. Für die mikrobiologisch untersuchten Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen wurden grundlegende Daten zu den Einsatzgrenzen der Materialien ermittelt, die eine Erhöhung der Produktsicherheit bedeuten. Den drei Substratgruppen des Isoplethenmodells entsprechend lassen sich die untersuchten Materialien in drei Schadenstoleranzklassen einteilen. Auf Grund der physikalischen Gegebenheiten herrschen an verschiedenen Stellen einer Konstruktion unterschiedliche Bedingungen bezüglich Raumtempera
Aufgabenbeschreibung
Im Zusammenhang mit Baustoffen aus nachwachsenden Rohstoffen tauchen immer wieder Fragen zur Beständigkeit gegen mikrobiellen Angriff (Schimmelpilz), als auch zur Abgabe von organischen Stoffen (Geruchsstoffen) auf. Diese sind eng mit der Akzeptanz dieser Baustoffe verknüpft, da sie die Sensibilisierung der Öffentlichkeit gegenüber gesundheitlichen Fragen bei Bauprodukten wiedergeben. Wissenschaftlich abgesicherte Ergebnisse hierzu liegen nur in Ansätzen vor und bilden keine ausreichende Grundlage für eine gezielte Produktentwicklung bzw. -verbesserung. Diese Lücke soll durch systematisch durchzuführende Untersuchungen geschlossen werden. Zum Einsatz kommen hygrothermisch differenzierte Verfahren zur Beständigkeits- und Substratqualitätsprüfung von Baustoffen sowie anerkannte Verfahren zur Messung und Bewertung von Baustoffemissionen. Die Ergebnisse werden unter den Aspekten Materialzusammensetzung, bauphysikalische Kennwerte, stoffliche Kennwerte und Materialeignung ausgewertet. Für eine objektive vergleichbare Darstellung von Produktqualitäten werden die Ergebnisse entsprechend aufbereitet.

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