Bauen und Wohnen Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Objekt des Monats

Mai 2020

Neubau einer Tankstelle (Teilnehmer Bundeswettbewerb HolzbauPlus 2018)

Ein großes Dach, Wiedererkennungsmerkmal aller Allguth Stationen. Eine große helle Tankfläche, und ein Shop mit Getränkemarkt. In Olching alles aus Holz. Durchlaufende Holzträger, wenige Stützen, der Shop mit massiven tragenden Holzwänden zentral eingestellt. Vorgefertigt und in 8 Wochen errichtet. Nachwachsender Rohstoff Fichte, weiß lasiert mit Keim Lignosil. Die Atmosphäre immer hell. Eine offene Fassade. Der Raum luftig, nicht erdrückend und doch auch ruhig. Es geht. Holz und brennbarer Kraftstoff.

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Allguth Tankstelle Olching Gesamtansicht nachts Bildquelle: Eckhart Matthäus Fotografie
Allguth Tankstelle Olching, Ansicht nachts -Bildquelle: Eckhart Matthäus Fotografie

April 2020

Neubau einer Kinderkrippe für Kleinkindgruppe: Kinderstube Regenbogen – Villingen-Schwenningen (Teilnehmer Bundeswettbewerb HolzbauPlus 2016)

Hell, freundlich, klar! Das Besondere an diesem Bauwerk ist die Verwendung von Stroh als Baustoff.

Die raumhohe Verglasung zur Terrasse bietet dabei nicht nur ungehindert Einblicke in die Natur, sondern macht das Bauwerk zu einem lichtdurchfluteten Refugium.

Auf einer Bodenplatte über Schaumglasschotter als kapillarbrechender Schicht wurden die Wände mit Holzständern 30 x 6 cm mit einem Achsabstand von 98 cm errichtet. Die gekrümmten Schwellen und Rähme wurden aus Brettsperrholz gefertigt. Die Gefache sind mit Strohballen gefüllt und außen mit Kalk sowie innen mit Lehm verputzt. Das Dach besteht aus 16 cm Massivholz ­ Deckenelementen, größere Spannweiten werden zusätzlich mit Überzügen aus Brettschichtholz überspannt, in die die 70 cm dicke Strohballen ­ Aufdachdämmung integriert wurde.

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Neubau einer Kinderkrippe für Kleinkindgruppe Quelle: Arno Witt
Bildausschnitt Blick zum Eingangsbereich mit weit auskragendem Dach Bildquelle: Arno Witt
Neubau einer Kinderkrippe für Kleinkindgruppe Quelle: Arno Witt
Gesamte Ansicht der freundlichen Gebäudefront Bildquelle: Arno Witt

März 2020

Umbau eines Bauernhauses: Ergänzung des vorhandenen Holzblockbaus auf Feldsteinmauerwerk durch eine moderne Holzständerkonstruktion (Teilnehmer Bundeswettbewerb HolzbauPlus 2016)

Eine besondere Herausforderung war beim Objekt "Haus des Briefträgers" das Alter der Bausubstanz.
Die Dach- und Scheunenkonstruktion des 150 Jahre alten Hauses wurde komplett ersetzt.

Dabei können die alte Tenne und Banse nun als Wintergarten genutzt werden und das Haus öffnet sich der umgebenden Landschaft.
Aus eben dieser Umgebung stammt auch das genutzte Holz: Sägeraue Fichte wurde als Außenschalung verbaut, alle Einbauten entstanden aus gehobelter Fichte.
Die vorhandenen Holzblockwände wurden freigelegt und wo thermisch sinnvoll sichtbar gelassen.

Alte Holzbalken wurden wiederverwendet oder zu Sitzbänken recycelt. Aus Alt und Neu entstand so eine moderne, lebendige Einheit.  Trotzdem orientierte sich der Umbau sichtlich an lokaler anonymer Architektur. Viele Details wurden situativ vor Ort während des Bauens festgelegt, um dem Bestand gerecht zu werden, aber Moderne einfließen lassen zu können.

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Haus des Briefträgers Außenansicht
Der Anbau an den Bestand passt sich seiner Umgebung an. Bildquelle: Florian Holzherr

Februar 2020

Dorfaue Schöneiche - Integration eines Neubaus in Holz in den denkmalgeschützten Bestand (Teilnehmer Bundeswettbewerb HolzbauPlus 2016)

Die Herausforderungen bei der Umsetzung des Projektes bestanden in der Reaktivierung ungenutzter Nebenflächen zu Wohnzwecken, der „scheinbaren Verschmelzung“ von Bestand und Neubau sowie dem Ausbau im Low­Budget­Rahmen unter Berücksichtigung bauökologischer Anforderungen.

In Übereinstimmung mit der Denkmalpflege wurden keine Veränderung der alten Hofstruktur durch Teilabriss, Ergänzung o. ä. vereinbart. Damit ergab sich das Konzept des eingestellten Neubaus (Haus­im­Haus­Prinzip) mehr oder weniger zwangsläufig. Dieser Neubau nimmt innerhalb der verbliebenen Naturstein-­ Außenwände die Kubatur des Bestandes auf, ohne die Außenwände zu tangieren. Der Neubau in Holzrahmenbauweise mit eingeblasener Holzfaserdämmung (ergänzt um Lehmputze u. ä. Bauprodukten im Innenraum) wurde erdgeschossig als eigenständiges Bauwerk in den Bestand eingestellt und greift im Dachgeschoss die Geometrie des ursprünglichen Daches auf.

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Dorfaue Schöneiche Außenansicht
Dorfaue Schöneiche Außenansicht Bildquelle: Janek Graham - Schöneiche

Januar 2020

Wiederaufbau Hofstelle Biohof May (Teilnehmer Bundeswettbewerb HolzbauPlus 2018)

Für den Neubau der Stallanlagen des Biohof May war die Verwendung von Holz eine Selbstverständlichkeit. 

Das architektonische Konzept der Sauenställe basiert auf der Überzeugung der Familie May, dass sich die Schweinehaltung in Deutschland in den nächsten Jahren radikal verändern wird und es daher machbare Zukunftslösungen braucht. Ziel war es, moderne Stallungen für die Muttersauen zu errichten, die sich an den Bedürfnissen der Tiere orientieren, sich in die Landschaft einfügen, arbeitswirtschaftlich gut zu managen sind, mit nachhaltigen Materialien gebaut werden und finanzierbar sind.

Alle Gebäude wurden in Holzrahmenbauweise errichtet. Sämtliches verwendetes Holz (Fichte, Lärche) ist zertifiziert, naturbelassen und nicht imprägniert (Gefahr von Ausgasungen). Die Dachschalung besteht aus einem Brettschichtholz-Massivdeckenelement mit 8,6cm Stärke. Dies sorgt für die statische Aussteifung der Gebäude (Dachscheibe) und dient darüber hinaus als Unterkonstruktion für das Gründach. Eine wesentliche Besonderheit der Konstruktion sind die zahlreichen Steckverbindungen zwischen tragenden Bauteilen, um den Anteil an sichtbarem Metall so gering wie möglich zu halten. Die Verkleidung aller Außenwände erfolgte mit Boden-Leisten-Schalung aus naturbelassenem Lärchenholz, das über die Jahre langsam verwittern wird.

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Außenansicht Abferkelstall
Außenansicht Abferkelstall Bildquelle: Tom Bauer –ad photography, Würzburg
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