Bauen und Wohnen Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Objekt des Monats

Februar 2020

Dorfaue Schöneiche - Integration eines Neubaus in Holz in den denkmalgeschützten Bestand (Teilnehmer Bundeswettbewerb HolzbauPlus 2016)

Die Herausforderungen bei der Umsetzung des Projektes bestanden in der Reaktivierung ungenutzter Nebenflächen zu Wohnzwecken, der „scheinbaren Verschmelzung“ von Bestand und Neubau sowie dem Ausbau im Low­Budget­Rahmen unter Berücksichtigung bauökologischer Anforderungen.

In Übereinstimmung mit der Denkmalpflege wurden keine Veränderung der alten Hofstruktur durch Teilabriss, Ergänzung o. ä. vereinbart. Damit ergab sich das Konzept des eingestellten Neubaus (Haus­im­Haus­Prinzip) mehr oder weniger zwangsläufig. Dieser Neubau nimmt innerhalb der verbliebenen Naturstein-­ Außenwände die Kubatur des Bestandes auf, ohne die Außenwände zu tangieren. Der Neubau in Holzrahmenbauweise mit eingeblasener Holzfaserdämmung (ergänzt um Lehmputze u. ä. Bauprodukten im Innenraum) wurde erdgeschossig als eigenständiges Bauwerk in den Bestand eingestellt und greift im Dachgeschoss die Geometrie des ursprünglichen Daches auf.

Das Gebäude in der Referenzgebäude-Datenbank finden Sie hier

Dorfaue Schöneiche Außenansicht
Dorfaue Schöneiche Außenansicht Bildquelle: Janek Graham - Schöneiche

Januar 2020

Wiederaufbau Hofstelle Biohof May (Teilnehmer Bundeswettbewerb HolzbauPlus 2018)

Für den Neubau der Stallanlagen des Biohof May war die Verwendung von Holz eine Selbstverständlichkeit. 

Das architektonische Konzept der Sauenställe basiert auf der Überzeugung der Familie May, dass sich die Schweinehaltung in Deutschland in den nächsten Jahren radikal verändern wird und es daher machbare Zukunftslösungen braucht. Ziel war es, moderne Stallungen für die Muttersauen zu errichten, die sich an den Bedürfnissen der Tiere orientieren, sich in die Landschaft einfügen, arbeitswirtschaftlich gut zu managen sind, mit nachhaltigen Materialien gebaut werden und finanzierbar sind.

Alle Gebäude wurden in Holzrahmenbauweise errichtet. Sämtliches verwendetes Holz (Fichte, Lärche) ist zertifiziert, naturbelassen und nicht imprägniert (Gefahr von Ausgasungen). Die Dachschalung besteht aus einem Brettschichtholz-Massivdeckenelement mit 8,6cm Stärke. Dies sorgt für die statische Aussteifung der Gebäude (Dachscheibe) und dient darüber hinaus als Unterkonstruktion für das Gründach. Eine wesentliche Besonderheit der Konstruktion sind die zahlreichen Steckverbindungen zwischen tragenden Bauteilen, um den Anteil an sichtbarem Metall so gering wie möglich zu halten. Die Verkleidung aller Außenwände erfolgte mit Boden-Leisten-Schalung aus naturbelassenem Lärchenholz, das über die Jahre langsam verwittern wird.

Das Gebäude in der Referenzgebäude-Datenbank finden Sie hier
 

Außenansicht Abferkelstall
Außenansicht Abferkelstall Bildquelle: Tom Bauer –ad photography, Würzburg
Charta für Holz
Die Poster-Ausstellung zum HolzbauPlus-Wettbewerb 2018 kann bei der FNR entliehen werden. Quelle: FNR/Wibke Freese
Girls Day am 28. März 2019
 
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