Bauen und Wohnen Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Dämmstoffe

Mehr als nur Dämmung - Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen

Teilvorhaben 1: Wärme-, Feuchte- und Brandschutz, Emissionen sowie Koordination

Das Ziel des Verbundes ist, die Anwendbarkeit von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen für den Hersteller, Planer und Verarbeiter durch eine umfassende Bearbeitung der Themenbereiche Brand-, Schall-, Wärme- und Feuchteschutz sowie Nachhaltigkeit und Emissionen signifikant zu erhöhen Dieses primäre Ziel soll dadurch erreicht werden, dass zum einen die Anwendbarkeit für den Hersteller, Planer und Verarbeiter erleichtert wird. So sind z. B. im Schall- und Brandschutz aufwändige und somit teure Bauteilprüfungen erforderlich, die sich stark reduzieren lassen, wenn entsprechende Materialkennwerte zur Berechnung von Konstruktionen vorhanden sind. Somit ist ein sekundäres Ziel dieses Forschungsvorhabens die Ermittlung von erforderlichen Materialkennwerten. Zum anderen sollen mit diesem Forschungsvorhaben echte Anwendungshemmnisse ausgeräumt werden. So sind z. B. diverse Normen und andere baurechtliche Vorschriften in Zeiten entstanden, in denen Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen quasi nicht existent waren, so dass sich in diesen Regelwerken Randbedingungen „eingeschlichen" haben, die den spezifischen Eigenschaften von nachwachsenden Rohstoffen nicht gerecht werden. Somit ist als weiteres sekundäres Ziel die Entwicklung von Messverfahren geplant, mit denen die spezifischen Eigenschaften von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen besser berücksichtigt werden. Weiterhin sollen mit diesem Forschungsvorhaben Nachhaltigkeitsbewertungen vorgenommen werden, um einen potentiellen Zusatznutzen der Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen aufzuzeigen. (FKZ: 22011615)

Stärkung nachwachsender Rohstoffe im Dämmstoffmarkt (StaR-Daemm)

Teilvorhaben 1: Informationsmaßnahmen

Das Ziel des Projekts ist es, mittel- bis langfristig durch Bewusstseinsbildung die Akzeptanz und daraus resultierende selbstbestimmte Nutzung von nachwachsenden Dämmstoffen zu erhöhen. Erreicht werden soll dieses Ziel vor allem durch den Information und fachlichen Austausch. Das Projekt gliedert sich dabei in zwei Stränge: einen Fachdialog und Wissenstransfer zwischen Experten und einen gesellschaftlichen Dialog, in dem durch zielgruppengerechte Öffentlichkeitsarbeit Informationen bereitgestellt werden. Zielgruppe des Vorhabens sind im Rahmen des Fachdialogs Experten aus der Wissenschaft, Praxis, Politik und Verbänden, im Rahmen des gesellschaftlichen Dialogs ein breiterer Kreis aus Akteuren der Branche und Multiplikatoren in Energieagenturen und Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden sowie Journalisten. (FKZ: 22019615)

Dämmstoffe aus expandierten Partikeln heimischer Baumrinden

Ziel ist die Entwicklung eines Verfahrens zur Herstellung hochporöser expandierter heimischer Baumrinden für eine Verwendung als Schütt- und Plattendämmstoffe. Die Überführung zu hochwertigen Dämmstoffen mit langer Nutzungsdauer erhöht die Wertschöpfung erheblich und leistet einen Beitrag zur Abfallvermeidung. Das Vorhaben stärkt Forstwirtschaft, mittelständische Hersteller und Verarbeiter von Holzprodukten und kann zur Beschäftigungssicherung im ländlichen Raum beitragen. Das auf umweltfreundlicher Technologie basierende Verfahren entlastet durch Abfallvermeidung sowie Substitution bzw. Einsparung mineralölbasierender Produkte die Umwelt und schont Ressourcen. Infolge der CO2-Bindung in Form langlebiger, recyclingfähiger Produkte leistet das Entwicklungsvorhaben zudem einen Beitrag zum Klimaschutz. Rinden verschiedener Holzarten werden einem thermochemischen Prozess unterzogen und dieser optimiert. Die Eignung verschiedener Rinden zur Herstellung riesel- und einblasfähige Partikel bzw. plattenförmige Formate wird untersucht. Zur Beschreibung/Verifizierung der Mechanismen der prozessbedingten Materialänderungen erfolgen umfangreiche Materialcharakterisierungen. Das hergestellte Material wird hinsichtlich seiner dämmungsrelevanten Eigenschaften untersucht. Geprüft nach gängigen Verfahren werden thermisches und hygrisches Verhalten, Beständigkeit gegen mikrobiellen Befall, Brandverhalten sowie die Abgabe von flüchtigen organischen Stoffen (VOC). (FKZ: 22009810)

 

Entwicklung von innovativen Verbundwerk- und Dämmstoffen auf der Basis von expandiertem Getreide mit einem breiten Anwendungsspektrum

Gesamtziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung einer neuartigen Werkstofffamilie auf Basis von Popcorn. Die Idee, für die bereits Schutzrechte angemeldet sind, basiert auf einem abgeschlossenen Projekt (FKZ: 22001207), indem es gelang Popcornanteile in die Mittelschicht von Spanplatten zu integrieren. Dieses Projekt zielt auf die Entwicklung von extrem leichten und biegesteifen Sandwichplatten mit bis zu 100 % Popcorn in der Kernlage ab. Hierfür sollen mit unterschiedlichen Bindemitteln verleimte Kernlagen aus Popcorn mit Decklagen wie z. B. HPL, HDF, Dünnspanplatten etc. kombiniert werden, um so tragfähige Platten mit geringen Rohdichten zu entwickeln. Zum anderen ist vorgesehen Dämmstoffe auf Basis von expandiertem Mais in Anteilen von mindestens 60 % zu entwickeln. (FKZ: 22014313)

Optimierung einer Dämmplatte aus Miscanthus, Entwicklung einer nachhaltigen Produktionstechnologie sowie Ermittlung von Produktparametern für die Baustoffzulassung

Teilvorhaben 1: Plattenentwicklung und manuelle Herstellung

Die Struktur der anspruchslosen und ertragreichen Pflanze Miscanthus macht diese besonders geeignet für die stoffliche Verwertung. Langjährige Arbeiten der Firma In-vitro-tec zur stofflichen Verwertung von Miscanthus-Biomasse führten zu Labormustern eines Dämmstoffes aus Miscanthus. Ausgehend von diesen Ergebnissen soll das geplante Verbundprojekt durch die Zusammenführung der Kompetenz der Partner (Rohstoff Miscanthus, Produktionstechnologie, Prüftechnologie) alle Voraussetzungen für eine Produktion, Zulassung und Etablierung einer Dämmplatte am Markt schaffen. (FKZ: 22021015)

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