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Hoch hinaus mit Strohballen

Fertigstellung von Süddeutschlands größtem strohgedämmten Gebäude

Im Oktober wurde gefeiert – eher untypisch in Anbetracht der Corona-Lage und den damit verbundenen Auflagen. Doch es gab einen guten Grund: im bayerischen Plankstetten wurde der Rohbau des größten süddeutschen strohgedämmten Gebäudes gerichtet.

Doch von vorn: Die 14 Mönche des Klosters in Plankstetten wollten etwas für den Klimaschutz bewirken – und ließen einen Neubau in innovativer Strohbauweise planen. Dabei half und unterstützte auch Benedikt Kaesberg, Autor der FNR-Broschüre „Strohgedämmte Gebäude“. Es entstand ein dreigeschossiges, 60 Meter langes Gebäude aus vorgefertigten Wandgefachen, die mit Stroh gedämmt wurden. Nach der feierlichen Grundsteinlegung im Juli folgte das Aufstellen der Bauelemente. Das Richtfest im Oktober lenkte den Fokus über die bayerischen Landesgrenzen hinaus auf die ökologische Strohbauweise: mit dieser innovativen Art zu bauen kann nicht nur das Klima geschont und ein Nebenprodukt der Landwirtschaft genutzt, sondern auch sichere, mehrgeschossige Gebäude errichtet werden. Im Gebäude finden u. a. Gästezimmer und eine kleine Kindergarteneinrichtung Platz.

Benedikt Kaesberg stellt Interessenten den Neubau in Plankstetten am 27.11. beim Online-Strohbau-Symposium vor. Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie hier.

Der Bauablauf dieses besonderen Gebäudes wurde medial begleitet, das Ergebnis ist von nun an bis 13. Februar 2021 in der Arte-Mediathek verfügbar.

Pressekontakt:
Anne Warda
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
OT Gülzow, Hofplatz 1, 18276 Gülzow-Prüzen
Tel.: 03843/6930-324
Fax: 03843/6930-102
Mail: a.warda(bei)fnr.de 

News 2020-46

Die Strohdämmung wurde im Werk in die Holzgefache eingebracht, die hohe Vorfertigung vereinfachte den Ablauf auf der Baustelle in Plankstetten. Foto: Lorenz Märtl

Die Strohdämmung wurde im Werk in die Holzgefache eingebracht, die hohe Vorfertigung vereinfachte den Ablauf auf der Baustelle in Plankstetten. Foto: Lorenz Märtl